Krankenkassen sind was feines – ohne vernünftigen Versicherungsschutz möcht’ man in Deutschland ja eigentlich auch nicht mehr sein.
Problem bei der Sache:
Mit 21 werden die Beiträge in Familienversicherungen dann plötzlich angehoben, wenn man noch nicht in einen Studententarif gewechselt wurde.
Ich erhielt von meinem Vater also die erfreuliche Nachricht “Krankenkasse wird teurer, zum ersten Mai bist du bei mir raus” per SMS.
Auch wenn es mitten in der Klausurzeit war – ein Monat ist knapp aber sollte reichen – dachte ich mir.
Ich also meine Mutter um Rat gebeten und Angebote eingeholt – da ich Studentin bin und nur privat-versichert werden kann war das Angebot eingeschränkt.
Dazu kommt das schöne Wort “Risikozuschlag”, da ich mit einer Krankheit die letzten Jahre zu kämpfen hatte. Mittlerweile zähl ich mich als “geheilt”, aber der Risikofaktor bleibt natürlich.
Mein Stiefvater ist bei einer blauen Versicherung, ich nenn sie mal D. Nach einem Gespräch mit einem Berater vor Ort wurde uns dort ein Angebot unterbreitet, und die Aussage “in spätestens 2 Wochen wissen sie Bescheid”.
Nach 2 einhalb Wochen fragte mein Stiefvater nochmal nach – im Gespräch am nächsten Werktag gab es noch keine Entscheidung, aber ein “naja, wohl eher nicht”.
Ich also am nächsten Tag zu meiner “alten” KV (ich nenn sie mal A) – um dort ein Angebot anzunehmen.
Da man sich dort vergewissern wollte, machte man für 2 Tage später ein Termin mit einer “KVBeauftragten” aus.
Nachdem dort alles aufgenommen wurde (es war nun Donnerstag, 26. April, 3 Wochen und 2 Tage nach den ersten Versuchen eine KV zu bekommen), wurde mir versprochen, “spätestens Montag (30.April), bekommen sie das ok”. Das war ja auch wichtig, zum 1.5 sollte ich ja nun raus.
Mitgeben musste ich ihr dafür eine Willenserklärung, in der ich und mein Vater erklärten, dass ich aus der KV rauswill und einen neuen Vertrag haben wil, da der alte mit 400 Euro im Monat zu teuer wäre.
Am Freitag, sowie am Montag war von der Krankenversicherung immer noch nichts gekommen. Da die Vertretung der KV ein Haus weiter war, besuchte ich deren Büro also täglich, um freundlich nachzufragen, was nun sei, im Hinterkopf dabei immer ein “bitte lass die A mich nicht aus der versicherung rauswerfen, bevor ich einen neuen Vertrag hab”, auch wenn mir von den 3 bearbeitenden A-Mitarbeitern versichert wurde, dass dies nicht passieren würde.
Die Tage vergingen, und ich besuchte die A weiterhin jeden Tag, fragte nach was nun sei, und äußerte, dass ich von mehreren Personen Druck bekäme und es langsam nicht mehr lustig fände, jeden Tag “spätestens in 2 Tagen wissen wirs” zu hören.
Es verstrich eine Woche, eine zweite und ich hörte weiterhin nur “wir wissen noch nichts”.
Am Ende der zweiten, oder Anfang der dritten Woche bekam ich dann die Aussage, dass man mittlerweile 25 Seiten Schriftverkehr über meinen Fall hätte, und die beiden großen Zentralen der A (Bremen und Berlin) sich nicht einigen könnten, von wem der Fall nun bearbeitet würde.
Da die A-Mitarbeiter in der Filiale, die ich dauernd besuchte, natürlcih auch Geld verdienen wollten, wurden sie ihren “Kollegen” gegenüber immer unfreundlicher.
Beschwerden an den “höchsten Chef” wurden verfasst, und in meiner Anwesenheit laut am Telefon gestritten und bemerkt, dass ich langsam ssauer würde, und die den Fall langsam bearbeiten sollten.
Am 11. Mai, so wurde mir später gesagt, war der Fall dann zum ersten mal in Bearbeitung (der Stempel: EILT, scheint irgendwie das Gegenteil zu bewirken).
In der dritten Woche dann das Wunder:
Eine Aussage, eine verbindliche Aussage!
266 Euro (52 Euro Risikozuschlag + 15 Strukturzuschlag etwa) (das ursprüngliche Angebot lag bei 186 Euro).
Alternativ gäbe es die Möglichkeit in einen reinen (alten) Ausbildungsvertrag zu wechseln, wo kein Risikozuschlag erhoben würde – ein Ausdruck über die Leistungen des Ausbildungsvertrags lag allerdings nicht vor, jedoch würde er nur 199 Euro im Monat kosten und hätte “eigentlich die selben Leistungen”, aber genau könnt man mir das nun leider nicht sagen.
Was also machen? 262 Euro sprengen mein Budget – also das andere Angebot annehmen, immerhin kann man innerhalb von 2 Wochen noch zurückziehen.
Ich schätze es war etwa der 20. Mai mittlerweile.
Warum schreib ich heute was dazu?
Nunja, am 20. hieß es: SPÄTESTENS DIenstag haben sie die Police, und alles ist gut.
*hm*
Ich leere meinen Briefkasten täglich – ein Brief von der A war bis heute, 27. Mai, nicht dabei.
Ich sitz nun also 30 Tage über dem Datum, dass mir als “Beginn der neuen Versicherung” zugesichert wurde.
Langsam hab ich die Schnauze voll, liebe A. Statt 100 Millionen für Sport zu investieren solltet ihr gefälligst mal FÄHIGE Mitarbeiter einstellen und zusehen, dass EILT wirklich EILT bedeutet, und keinen Monat Geplenkel und Hinhaltetaktik.
Meine nächsten Versicherungen, so wie Hausrat und so, werden SICHERLICH nicht bei der A abgeschlossen – auf Kundenverarsche steh ich nämlich gar nicht.
PS: mittlerweile (Um den 15 Mai rum) hab ich sogar einen Brief von der D bekommen: “Wir können sie leider nicht versichern” .
Was lern ich draus? Blaue Versicherungen sollte man meiden, wenn man eine schnelle Entscheidung will
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