Juhu, ich bin kurz vorm Rechtstreit mit meinem alten Internet Access Provider und kriege schriftlich mal wieder andere Aussagen als mündlich.
Hintergrund ist eine unrechtmäßige Rechnungsumstellung mit Nachteilen für mich (Keine Telefonflatrate mehr, sondern nur noch 1000 Freiminuten). Da ich private sehr viel Telefonieren zahle ich damit also kräftig drauf.
Die entsprechende Rechnung, welche hier Gesprächsgebühren in das deutsche Festnetz berechnet habe ich natürlich unmittelbar nach erhalten moniert und umgehend meine Lastschriftermächtigung widerrufen.
Die Abbuchung fand natürlich dennoch statt. Naja, ok, ein Anruf und das Geld war wieder drauf.
Nach Wochenlang hin und her per eMail, Post und Telefon kam dann ein Schreiben vom Inkasso-Service. Kostenfaktor: 75% der Originalrechnung. (Im Vergleich: zuviel berechnete Gebühren: 5% der Gesamtrechnung).
Nach zwei Telefonaten bot man mir dann an, dass man sich auf einen Vergleich einige (50% der Inkasso-Kosten). Dies akzeptierte ich natürlich nicht, da ich bis heute noch nicht einmal die Original-Rechnung akzeptiert habe, welche bewiesenermaßen falsch ist.
Vor drei Tagen kam dann der Anruf, wie es denn nun aussähe, man hätte mir ein neues Vergleichsangebot per Post zukommen lassen, jedoch nix mehr von mir gehört.
Tja, schade auch, denn dieses Schreiben kam nie an. Ich lies mich also über den Inhalt aufklären: Vergleichssumme ist gleich dem Original-Rechnungsbetrag, jedoch würde der Vertrag per sofort beendet sein. Da ich bereits – verständlicherweise – einen neuen Anbieter für DSL und Telefonie habe kommt mir dies sehr gelegen, denn ansonsten wäre ich noch 1 Jahr verpflichtet die monatliche Grundgebühr an den alten Anbieter zu zahlen.
Ich bat drum, mir dieses noch einmal schriftlich zukommen zu lassen. Dieses schreiben kam dann am Samstag auch. Nur leider ohne den für mich wichtigen Passus, dass das Vertragsverhältnis aufgehoben sei.
Tja, also anruf beim Inkassodienste. Dieser war dann recht eintönig, da niemand mehr erreichbar war. Die Ansagen mal in chronologischer Reihenfolge:
Anruf auf der direkten Durchwahl der Sachbearbeiterin:
- “Einen moment, es wird gerade gesprochen.”
- “Der angerufene Teilnehmer ist derzeit nicht erreichbar, wir verbinden Sie zur Zentrale.”
- “Die gewählte Rufnummer ist nicht vergeben.”
Um einen einmaligen Systemfehler auszuschliesen, wiederholte sich dieses Szenario noch zweimal.
Danach rief ich die Rufnummer der Telefonzentrale an:
- “Einen moment, es wird gerade gesprochen.”
- “Der angerufene Teilnehmer ist derzeit nicht erreichbar, wir verbinden Sie zur Zentrale.”
- “Die gewählte Rufnummer ist nicht vergeben.”
Tja, also kein Erfolg.
Also rufen wir mal den Anbieter direkt an. Wähle – da es ja um eine Vertragsfrage geht - im Sprachcomputer natürlich “sonstige Vertragsfragen” aus. Nach 3 Minuten Aggrotraining war ich dann bei einem Menschen. Der teilte mir nur freundlich mit, dass ich bei ihm Falsch sei. Ich sollte doch bitte “Rechnung” auswählen. Er stellt mich zurück in die Auswahl.
Tja, ich bin dann wieder ganz am Anfang der Hotline gelandet. Wiederrum 3 Minuten später war ich dann in der Rechnungsabteilung. Diese war leider wieder falsch.
Ich solle doch bitte “Mahnung” auswählen.
Aber nun wurde es mir zu bescheuert. Aufgrund der Unfähigkeit anderer waren weiteren 45 Minuten meines Lebens und kostbare Nerven dahin…
Am Montag morgen direkt nochmal beim Inkasso-Dienst probieren.
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